Betriebsbeschreibung 

Familienbetrieb von Christine und Matthias Posch, Obing

 

Milchviehbetrieb mit 65 Milchkühen + Nachzucht, 2 Zuchtbullen und 15 Ochsen

Im Jahr 2000 haben wir erstmals Christoph Fischer kennen gelernt. Der Weg über die Gülleaufbereitung dem gesamten Betrieb Gesundungsimpulse zukommen zu lassen, schien zu unserem Betrieb zu passen. Im Herbst wurden die EM-Kin Güllestäbe, ein energetisches System zur Gülleaufbereitung im alten Stall in Pfaffing eingebaut und erstmals EM versprüht. Damals war der Gernstl, von Gernstl unterwegs, mit seinem Filmteam mit dabei.

 

 

Im Stall

 

Unser Betrieb war in der Zeit noch intensiv auf Höchstleistung aus. Die Krankheitsbelastung im Stall war im Vergleich zu jetzt sehr hoch, auch wenn der Einsatz von Homöopathie die Tiergesundheit bereits stabilisiert hatte, traten doch immer wieder die gleichen Krankheitssymptome auf, da das Milieu und die intensive Wirtschaftsweise anscheinend keine wirkliche Gesundung zuließen. Auch im Arbeitskreis hatten alle anderen so ein ähnliches Level was die Tiergesundheit betrifft.

 

Im ersten Jahr war die erste Maßnahme „nur“, dass kein Kunstdünger mehr auf das Grünland gestreut und nur noch 10m3 behandelte Gülle / ha und Schnitt ausgebracht wurde. Gülle wurde behandelt mit EM und RoPro-Lit Gesteinsmehl. Die Silage wurde mit CFKE (Chiemgauer Fermentierter Kräuterextrakt) als Silierzusatz optimiert. Mais wurde noch ganz konventionell angebaut.

 

Durch die CFKE Silage hat sich die Tiergesundheit bereits verbessert. Wir konnten es aber noch nicht beziffern. Beim ersten kompletten Buchführungsabschluss hat sich dann aber gezeigt, dass sich die Tierarztkosten im ersten Jahr bereits halbiert haben. Ein sehr gutes Ergebnis, durch einfache, leicht umsetzbare und kostengünstige Maßnahmen: Güllebehandlung mit EM-aktiv und RoPro-Lit Gesteinsmehl, geringere Güllemengen (1/2 Menge) ohne zusätzlichen Kunstdünger im Grünland und CFKE Silage. Im nächsten Buchführungsjahr sind die Tierarztkosten noch weiter gesunken.

 

Diese Umstände sorgten für ein „Umdenken“ bei uns. Wenn die Tiergesundheit durch den geringeren Einsatz von Chemie so rasch ansteigt, wie sieht`s dann bei den Menschen aus, die auf dem Betrieb arbeiten und bei denjenigen, die die produzierten Lebensmittel essen?

Wie wird das erst mit der Gesundheit, wenn man es schafft auch im Acker ohne Chemie zu arbeiten. Und das Ganze am Besten ohne Ertragseinbußen? Ich, Matthias bin Landwirtschaftsmeister und war auf der höheren Landbauschule. Durch die effektiven Mikroorganismen (EM) und die Beschäftigung mit der Rolle der Mikrobiologie aber habe ich ein besseres Verständnis für natürliche Zusammenhänge im Acker bekommen. Es waren die eigenen Gedanken statt Fachzeitschriften und die Erfahrungen anderer, die uns weitergebracht haben.

 

2002 siedelten wir unseren Betrieb auf den jetzigen Standort aus.

 

Zwischenzeitlich hat sich der Grasbestand allein durch das verbesserte Güllemanagement stark verändert. Weißklee hat sich vermehrt. Er ist mit dem Gras in die Länge gewachsen und ist nun flächendeckend im Bestand vorhanden. Der Klee als Stickstoffsammler erhöht auch das Wachstum der Gräser. Wo Weißklee stark vorhanden ist, ist der Ertrag sehr hoch. Das Grünland wird nutzungselastischer, Klee verholzt nicht, Bestände dürfen älter werden. Durch die behandelte Gülle ist der Weißklee auch standfester, geht nicht so schnell ins Lager und kann mehr Ertrag bringen. Der Ampfer hat sich verändert. Er hat nicht mehr die Kraft die große Rosette auszubilden, die das Gras verdrängt. Nach der Mahd sind auch keine braunen Flecken mehr sichtbar. Grund dafür ist die Gülleausbringung bei schönem Wetter, möglichst am Nachmittag und bei abnehmenden Mond. Nährstoffdepots in den tiefen Bodenschichten werden kleiner und der Ampfer bildet nicht mehr diese große Pfahlwurzel aus. Ampfer ist noch da, hat aber keine ertragsmindernde Wirkung mehr. Auch der Löwenzahn ist weniger geworden. Die Zusammensetzung der Grasnarbe ist recht dynamisch. In manchen Jahren sind Löwenzahn und Ampfer stärker da, manchmal verändert sich das auch von Schnitt zu Schnitt.

 

Behandelte Gülle ätzt nicht, sie verbrennt die Haarwurzeln nicht mehr, so dass Nährstoffe schnell und direkt von der Pflanze aufgenommen werden können. Sie stinkt nicht, da kein Ammoniak mehr ausgast.

Gülle wird mit einem Gemeinschaftsfass ausgebracht. Da ich bei schönem Wetter fahre und meine drei Kollegen bei Regen, kann ich immer fahren, während meine Kollegen sich absprechen müssen, wer das Fass wann haben kann. Auf den Flächen, die bei nassen Verhältnissen mit unbehandelter Gülle gedüngt werden, hat das 14m3-Fass Fahrstreifen hinterlassen, die noch bei der Ernte sichtbar sind. Auf unseren Flächen bleibt dieses Phänomen aus.

 

Um einen Mehrnutzen aus den eingesetzten Produkten zu erzielen, erfolgt die Güllebehandlung bereits über das Tier und über den Stall. CFKE wird in Silage und Futtermischwagen gegeben. Melkstand, Kälbereimer und Kälberboxen werden mit EM gewaschen. EM kommt somit in geringen Mengen laufend in die Gülle. Zusätzlich bekommt die Güllegrube mehrmals im Jahr eine direkte Impfung mit EM. 26 Tonnen RoPro-Lit Urgesteinsmehl wird im Frühjahr auf 800 m3 Gülle eingeblasen. Seit 2008 wird auch Pflanzenkohle mit in die Güllegrube eingerührt.

 

2010 wurden die Kälber in Ammenhaltung gehalten. Die Jugendentwicklung hat sich zwar stark verbessert, da die Kälber bis zu 20 Mal am Tag und bei der Eimerfütterung nur zwei Mal am Tag trinken. Die Ammenhaltung hat sich nicht bewährt und wurde wieder aufgehört, da die Kühe ihre Milch nicht mehr her gegeben haben. Auch die Schwierigkeiten beim Trennen von Kuh und Kalb waren groß.

 

Die Tiergesundheit ist seither stabil, die Tierarztkosten liegen mit 20 EUR auf unserem Betrieb weit unter dem Durchschnitt von vergleichbaren Betrieben mit 100 EUR/ Betrieb und Jahr. Der Stalldurchschnitt aus der konventionellen Zeit mit 8000 L wurde bewusst auf 5500 L (2010) gesenkt. Mittlerweile wird die Milchmenge nicht mehr gemessen. Durchschnittsalter (6,5 Jahre) und Lebensleistung der Kuh (20.000 Liter) liegen in unseren Betrieb auch höher als im Gemeindedurchschnitt (5 Jahre und 13.000 Liter). Impfungen werden nicht durchgeführt.

 

Ackerbau

 

Am Acker werden keine besonderen EM-Maßnahmen ergriffen. Gedüngt wird ausschließlich mit behandelter Gülle. Besonderes Augenmerk setze ich auf die Dauerbegrünung der Flächen. Ich habe bereits seit 2010 Erfahrungen mit Untersaaten mit Rasenweidelgras, Weißklee oder Leindotter gesammelt, manchmal erfolgreich manchmal weniger.

2005 wurden noch jährlich 1 L Greengold/ ha und Jahr gespritzt. Das hat damals gute Impulse für die Bodengesundheit gebracht. Ich mache dies aber ab 2010 nicht mehr. Dann bekamen die Kühe Greengold übers Trinkwasser, es geht dann über die Kuh in die Gülle und somit wieder raus aufs Feld.

 

Nach dem Silomais wurde nicht gepflügt, nur Scheibenegge, dann Weizen. Der Bestand zeigte keinen Fusarien-Befall, laut Lehrmeinung unmöglich. Aber kaum Befall, keine Schrumpfkörner... Konventionell wurden 75 dt gedroschen, bio ca. 50 dt.

 

Versuche mit Kurzscheibenegge ohne Pflug waren zum Teil erfolgreich. Versuch mit Flachpflügen (15cm) sieht sehr gut aus. Gesät wird mit Kreiselegge und Sämaschine.

Man erkennt deutlich, dass weniger Staunässe auf den Äckern nach starken Regenfällen entsteht.

 

 

2012 wurde das Eco-Dyn-System der Fa. Wenz, ein Sägrubber als Universalgerät für die Minimalbodenbearbeitung bis hin zur Direktsaat angeschafft. Die Ergänzung 2015 durch eine Fräse brachte ein funktionierendes Bodenbearbeitungssystem für meinen Betrieb heute.

 

Flächenbewirtschaftung 2016

Dauergrünland GL seit 25 Jahren, ohne Nachsaat, 2015 erstmalig mit Wiesenbelüfter bearbeitet

Dinkel Bodenbearbeitung Grubber und Pflug

Wickroggen Bodenbearbeitung Grubber

Wintergerste Bodenbearbeitung Grubber

Winterweizen/Winterackerbohne Bodenbearbeitung Pflug

Sommergerste/Hafer/Erbsen Bodenbearbeitung Pflug

 

Wald

 

Mit einem selbst gebautem EM-Gebläse wird EM-aktiv pur im Wald verteilt. Der Wald ist komplett erschlossen durch Rückegassen, so kann er ganz behandelt werden. 2008 bis 2010 wurde der Wald einmal im Jahr behandelt mit 160 Litern EM-aktiv/ ha. Der Käferbefall ist stark zurück gegangen. Die Plage 2015 durch den Kupferstecher hat im behandelten Wald keinen Schaden angerichtet.

Heilweisen Posch 

 

Praxis für Geistiges Heilen und Spirituelle Körpertherapie

Christine und Matthias Posch

Herzogstraße 1

83119 Obing - Pfaffing

posch.m.ch@t-online.de

08624/875 907

 

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